Die neue Mischung in Hacheney bewährt sich

03.08.15

Der Kamener Martin Brandt entschied das abschließende M-Springen für sich.  © Markus Liesegang

Bönen - Die Goldene Schleife für einen heimischen Reiter blieb im abschließenden M-Springen des Reitturniers der RG Hacheney zwar aus. Dennoch war Vereinsvorsitzende Romy Brodda zufrieden mit dem Abschneiden der RG-Aktiven im dreitägigen Wettbewerb: „Die Reiter haben sich gut platziert“, zog sie am Sonntag Bilanz.

Das war nicht selbstverständlich – in den Vorjahren beließ es die Reitgemeinschaft bei der Rolle des guten Gastgebers. Die hochklassige letzte Prüfung des Turniers, das M-Springen inklusive Stechen, gewann schließlich der Kamener Martin Brandt auf Bubble Beat in 39,06 Sekunden. Es war ein sehr knappes Finish. Dennis Lilienbecker (Warendorf) folgte auf Louis nur sechs Hundertstelsekunden später, Wernes Katharina Böhnke war mit 39,60 Sekunden immerhin eine halbe Sekunde langsamer als der Sieger. Unter den sechs Reitern, die das Stechen erreichten war auch Susanne Kampelmann. Die gebürtige Hacheneyerin (Mädchenname Böcker), die für ihren niedersächsischen Wohnort Rothenfelde startet, platzierte sich auf Caipirinha letztlich mit 40,27 Sekunden auf dem fünften Platz. Steffen Bröckmann, der vor einer Woche beim Heimturnier in Nordbögge noch als Sieger des M-Springens aus dem Parcours geritten war, belegte auf Hof Böcker den zehnten Platz.

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Kampelmann war nicht die einzige Reiterin mit Bönener Backround, die sich auf dem elterlichen Hof Platzierungen holte. Auch Petra Schaumann startete auf Gwendolin unter fremder Flagge, nämlich der des ZRFV Kamen. Die in Nordbögge wohnende Reiterin gewann die zweite Abteilung der Zwei-Phasen-A-Springprüfung. Die erste Abteilung desselben Wettbewerbs holte Christina Aust am Freitag. Sie startete im vergangenen Jahr noch für den Nachbarverein Nordbögge und hatte nun beim Turnier in Hacheney großen Anteil am guten Abschneiden der Gastgeber. Wurde auf Luis Zweite in der A-Dressur und jeweils Dritte in der Springpferdeprüfung und Stilspringprüfung der Klasse L. Gleich zwei Goldene Schleifen holte Laura Marina Kroll auf Dannys Boy. Sie gewann die Stilspringprüfung A und dieselbe mit Idealzeit. Kroll platzierte sich zusätzlich als Vierte in der Punktespringprüfung A**.

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Die erfolgreichste Bönener Springreiterin des Turniers stellte allerdings der Nachbarverein: Marion Sümnick gewann auf Good by Olli nicht nur die Punktespringprüfung L, sondern zudem zwei A-Springen. Außerdem führte sie die Parade der Sieger des Mannschaftsspringens gemeinsam mit Kira Omenzetter, Sonja Sümnick und Lena Schäfer an. Letztere sicherte sich auch noch mit einem hauchdünnen Vorsprung die Punktespringprüfung der Klasse A**.

„Sehr positiv“, beurteilte Brodda abschließend die Abkehr von der Idee, den Dressurprüfungen den Samstag zu reservieren. 2008 bis 2014 bot der Verein den Spezialisten die „große Bühne“ des Reitplatzes. Diesmal wurden die Dressurreiter in die Halle verbannt. Dafür war der Zuschauerzuspruch durch das gemischte Programm am Samstag deutlich höher als in den Vorjahren. „Und wir konnten mehr Prüfungen unterbringen und ein höheres Nennungsergebnis erzielen.“

Froh war die Vereinsvorsitzende auch über den glimpflichen Ausgang einiger Stürze. Katharina Schlotmann, die es am Samstag erwischte, musste zum Check ins Krankenhaus, ruhte sich aber am Sonntag schon wieder auf der heimischen Coach aus.

Quelle Westfälischer Anzeiger

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